Rasierzeug

Die Qual der Wahl: Nass oder trocken, elektrisch oder per Hand?

Die tägliche Rasur ist ein Milliardengeschäft. Die Hersteller werben seit Jahren für die immer wieder beste Rasur. Doch für welches Produkt soll man sich entscheiden?
Heranwachsende stehen oft vor dieser Frage und immer seltener wird die Methode des Erzeugers übernommen. Früher war es da oft einfacher. Hat der Vater bereits mit Philishave rasiert, so ging das Verfahren an den Nachwuchs. Die perfekte Rasur ist noch nicht erfunden worden, sonst würden die Hersteller nicht weiterentwickeln. Allerdings haben Nassrasierer wie Trockenrasierer mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht.
Welche Technik die bessere ist, lässt sich nicht so einfach erklären. Vieles spricht derzeit für die neueste Generation des Philishaves, dafür sind die Preise deutlich höher und ob der Mehrpreis berechtigt ist, sei dahingestellt. Überhaupt ist der Preis eine nicht unbedeutende Frage bei der Entscheidung für eine bestimmte Technik. Neben den Anschaffungskosten, die – abgesehen von aufwändigen Rasiermessern aus historischem Stahl – generell bei den Nassrasierern niedriger liegen, müssen die Folgekosten beachtet werden. Auch die noch so scharfen Klingen werden unscharf und müssen ersetzt werden. Die Preise für Ersatzklingen oder gar Scherköpfe sind sehr unterschiedlich. Bei der Nassrasur kommt Rasierseife oder -schaum hinzu. Generell sollte die Rasur mit einem Aftershave, das der Empfindlichkeit der Haut angepasst ist, beendet werden.
Alternativ könnte man auf die vollständige Rasur verzichten, doch auch ein behaarter Bart benötigt seine Pflege. Dies umso mehr, als dass in der heutigen Gesellschaft generell Bärte eher weniger akzeptiert sind.
Oft kommt der junge Erwachsene fast automatisch zur Rasur. Das, was in der ausgehenden Pubertät an Flaum heranwächst, reicht meist nicht für einen gestylten Bart und hinterlässt einen unreifen Eindruck. Trotz der häufig durch Pubertätspickel übersäten und belasteten Haut wird zur Rasur gegriffen. Der Wehrdienst – ob militärisch oder zivil – fördert in der Regel den Schritt, sich für die tägliche Rasur zu entscheiden.
Die Frage nach der Technik ist dann, wenn man sich täglich rasiert, auch eine Zeitfrage. Zweifelsohne ist die Nassrasur aufwändiger, gefährlicher und zeitraubender. Und nicht jeder nimmt sich täglich die Zeit dafür. Da kann ein guter Elektrorasierer, der bereits im ersten Rasiervorgang die Haut glättet, die richtige Entscheidung sein.
Welche Technik aus körperlicher Sicht die richtige ist, lässt sich letztlich nur durch Ausprobieren herausfinden, denn jede Gesichtshaut und Gesichtsform ist diesbezüglich anders. Leider sind die Möglichkeiten, die unterschiedlichen Verfahren auszuprobieren, begrenzt. Wer sich mit einem Rasiermesser rasiert und nicht das Geld oder die Chance hat, mal ein hervorragendes Rasiermesser aus Damaszener-Stahl zu testen, wird letztlich qualitativ auf niedrigstem Niveau bleiben. Ähnlich sieht es mit den teuren Philishaves aus. Wer nicht mal ein Gerät ausprobieren kann, kann es auch schlecht mit anderen Systemen vergleichen. So weit möglich, ist dem Heranwachsenden zu empfehlen, verschiedene Varianten auszuprobieren.
Dies gilt natürlich auch für jede andere Rasur von Körperbehaarung beim Mann wie bei der Frau. Erfahrungsaustausch mit anderen kann auch hier hilfreich sein.




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